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Die Gemeinde wird im Neuen Testament mit dem altgriechischen Wort "Ekklesia" wiedergegeben. "Ekklesia" bedeutet "Herausgerufene" oder auch eine "Versammlung der Herausgerufenen".

Paulus sagt uns, dass die Gemeinde ein Geheimnis sei (vgl. Eph 3,4-5), in Matthäus 16,18 war sie noch nicht da - Jesus spricht von etwas Zukünftigem: "auf diesen Felsen will ich bauen meine Gemeinde".

Die Auserwählten kommen aus allen Gesellschaften nach dem Willen Gottes. Vergleiche 1. Korinther 12,13: "Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getränkt."

Paulus erwähnt die Gemeinde Gottes, als durch das Blut Jesu Christi erworben (vgl. Apg 20,28) und unterteilt die Menschen in Juden, Heiden (oft werden auch die Griechen stellvertretend für alle Heiden genannt) und die Gemeinde Gottes (vgl. 1Kor 10,32). Paulus sagt über die Gemeinde Gottes, dass sie nur aus Christusgläubigen besteht (vgl. 1Kor 15,9).

Bildhafte Darstellungen der Gemeinde

1. Eine Herde (Joh 10,16)
2. Gottes Ackerfeld (1Kor 3,9)
3. Gottes Bau (1Kor 3,9)
4. Tempel Gottes (1Kor 3,16)
5. Leib Christi (Eph 1,22-23)
6. Ein neuer Mensch (Eph 2,15)
7. Behausung Gottes (Eph 2,22)
8. Braut Jesu (Eph 5,25-27; 2Kor 11,2)
9. Haus Gottes (1Tim 3,15)
10. Pfeiler und Grundfeste der Wahrheit (1Tim 3,15)

Die Gemeinde ist...

...ein Leib (und zwar der Universelle aus Eph 4,4),
...mit Jesus Christus als Haupt bedacht (Eph 5,23; Kol 1,18),
...aus den Gläubigen als Glieder des einen Leibes bestehend (Apg 2,47),
...mit dem Heiligen Geist bedacht (Joh 14,16-26),
...heilig (1Kor 3,17),
...mit vielen Gaben von Gott gesegnet (Eph 4,11-12),
...eine Priesterschaft aller Heiligen (1Petr 2,5-9).

Aus welchen Menschen besteht die biblische Gemeinde?

Der universelle Leib Jesu Christi besteht aus allen wahrhaft an Jesus Gläubigen, wiedergeborenen Christen (Apg 2,47) und diese werden durch den Heiligen Geist zu einem Leib geformt (1Kor 12,13). Das Haupt des einen Leibes ist Jesus Christus selbst (Kol 1,18). Der universelle Leib ist erst beim Wiederkommen Jesu vollendet (Eph 5,27).

Die Versammlungen der heiligen Priester sollen geprägt sein durch Lobpreis (Hebr 2,11-13), durch Gebet, durch das Abendmahl (Apg 20, 7) und mit der Voraussetzung der Reinheit (1Kor 11,27-28) an das Opfer Jesu gedenkend (1Kor 11,23-26). Ebenso soll die Gemeinde stets evangelisieren (1Thess 1,8) und Liebe üben (1Kor 12,31) sowie eine Familie sein (1Tim 5,1-2).




Nach Epheser 4,11-12 werden folgende Gaben von besonderen Personen erwähnt: Apostel, Propheten, Hirten, Evangelisten, Lehrer. Der Auftrag der Apostel ist Gemeindebau, Leitung und Lehre. Ermahnung, Weisung und Warnung kommen von Gott durch die Propheten. Die Evangelisten gehen in alle Welt, verkünden das Evangelium und führen den Versammlungen die Neubekehrten hinzu. Das Weiden dieser Schafe obliegt hernach den Hirten. Unter das Wort gelangen sie durch Lehrer und Hirten.

Zu beachten ist hier wiederum, dass diese Personen Gottesgaben sind und somit keine "besseren" Christen, sondern Christen mit einem besonderen Auftrag von Gott - für die Gemeinde. Die Betonung liegt auf "Dienst" (von dienen), für die Gemeinde Gottes. Da eine Berufung zum Dienst reine Gnade Gottes ist, bleibt sie Geschenk und ist kein eigener Verdienst.

Alle Gläubigen zusammen bilden die Priesterschaft der Heiligen (vgl. 1Petr 2,5-9 und Offb 1,6). Die Einsetzung in das Amt des Ältesten oder des Diakons erfolgt durch Gott selbst (vgl. Apg 13,1-3), hierfür ist keine besondere Ausbildung notwendig (wie z. B. Studium oder Bibelschule etc.), vielmehr verlangt und schenkt Gott eine Fülle sonstiger Voraussetzungen. Alle Gläubigen, ob Leiter oder nicht, sind vor Gott gleichwertig (vgl. Gal 3,26-28). Es gibt keine "Elite" unter den Heiligen.

Das Ältestenamt (Ältester, auch Aufseher, Vorsteher oder früher Bischof genannt) und das Diakonenamt (Diakon, auch Diener genannt) sind die einzigen Ämter, neben der Personengaben, in der Gemeinde Jesu Christi (Phil 1,1 und 1Tim 3,1-11).

Voraussetzung für Älteste und Diakone nach 1. Timotheus 3,1-13

"Das ist gewisslich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein köstlich Werk. Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft, nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht zänkisch, nicht geizig, der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit, so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen? Nicht ein Neuling, auf dass er sich nicht aufblase und ins Urteil des Lästerers falle. Er muss aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf dass er nicht falle dem Lästerer in Schmach und Strick. Desgleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizüngig, nicht Weinsäufer, nicht unehrliche Hantierungen treiben; die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben. Und diese lasse man zuvor versuchen; darnach lasse man sie dienen, wenn sie unsträflich sind. Desgleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lästerinnen, nüchtern, treu in allen Dingen. Die Diener lass einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Häusern. Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine große Freudigkeit im Glauben an Christum Jesum."

Diakonenwahl nach Apostelgeschichte 6,1-7

"In den Tagen aber, da der Jünger viele wurden, erhob sich ein Murmeln unter den Griechen wider die Hebräer, darum dass ihre Witwen übersehen wurden in der täglichen Handreichung. Da riefen die Zwölf die Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es taugt nicht, dass wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen. Darum, ihr lieben Brüder, sehet unter euch nach sieben Männern, die ein gut Gerücht haben und voll heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir bestellen mögen zu dieser Notdurft. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Wortes. Und die Rede gefiel der ganzen Menge wohl; und sie erwählten Stephanus, einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von Antiochien. Diese stellten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hände auf sie. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jünger ward sehr groß zu Jerusalem. Es wurden auch viele Priester dem Glauben gehorsam."

Zusammenfassend kann man sagen, dass ein Gemeindeamt ein hohes Maß an persönlichen Voraussetzungen erfordert. In aller erster Linie: Nächstenliebe und Demut. Gott setzt die Berufenen in die Ämter persönlich ein.

Aufgaben der Ältesten

Älteste einer Gemeinde müssen ihre Schafe (die Heiligen) weiden (Apg 20,28; 1. Petr. 5,1). Sie sollten der (Orts-) Gemeinde mit Fleiss (Röm 12,8) vorstehen (1. Tim 5,17). Gott hat sie als seine Haushalter vorgesehen (Titus 1,7) - also müssen sie auch praktische Verwaltungsarbeiten durchführen. Die Ältesten werden Rechenschaft für ihren Dienst vor Gott ablegen (Hebr 13,17). Ebenso ist ihre Aufgabe, zu beten für die Geistestaufe und die Geistesgaben der ihnen anvertrauten Heiligen (1. Tim 4,14) sowie für die Kranken der Gemeinde (Jak 5,14).


Nach 1. Korinther 12,4-10 werden folgende Geistesgaben erwähnt:

  • Gabe des Wortes der Weisheit
  • Gabe des Wortes der Erkenntnis
  • Gabe des Glaubens
  • Gabe der Heilung
  • Gabe der Wunderwirkung
  • Gabe der Weissagung
  • Gabe der Geisterunterscheidung
  • Gabe der Sprachenrede
  • Gabe der Auslegung der Sprachenrede

"Es sind mancherlei Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind mancherlei Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum allgemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselben Geist;einem andern der Glaube in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen in demselben Geist; einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, die Sprachen auszulegen. Dies aber alles wirkt derselbe eine Geist und teilt einem jeglichen seines zu, nach dem er will." 

Alle Gläubigen sollen Ihre von Gott erhaltenen Gaben so gut wie möglich zur Erbauung der Gemeinde einsetzen (vgl. 1Kor 14,12). Auch bei diesen Gnadengaben des Geistes gilt: Sie wurden aus reiner Gnade des Herrn gegeben, sie sind ein Geschenk und nicht eigener Verdienst. Der Zweck dieser Geistesgaben ist, der Gemeinde zu dienen, sie aufzuerbauen. Es ist zu beachten, das diese Gaben im Fleisch auch missbraucht werden können. Darum gilt es zu prüfen, ob die Gabe nach dem Willen des Herrn eingesetzt wird.

Eine genauere Beschreibung der Gaben finden wir in 1. Korinther 12,8-11, 1. Korinther 12,28-30, Epheser 4,11, 1. Petrus 4,10-11 sowie in Römer 12,5-8. Der "eine" Geist verteilt die Gaben nach seinem Willen, zur Auferbauung der Gemeinde und zum Lobpreis Gottes. Dennoch mahnt uns Paulus, stets nach den Geistesgaben zu streben.

Weiter mit: Geistesgaben - Charismen des Geistes


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